Es begann wie eine Routine-Razzia - an jenem Morgen des 28. Juni 1969:
Polizeiwagen fuhren vor dem "Stonewall Inn" vor, die "pigs" verteilten sich auf die Zugänge,
stürmten die Räume und kontrollierten die Ausweise der Gäste und drängten diese dann auf die Straße.
Doch diesmal ließen sich die ca. 200 Schwule und Lesben nicht so leicht einschüchtern! Vor dem Lokal in der
Christopher Street versammelten sich immer mehr "queers", diskutierten über die Vorgänge, riefen
"Hallo Schwestern! Kommt her, hier gibt's mal wieder richtige Kerle!"
Mit diesem heftigen Widerstand - hatten die
"gays" es doch bisher vorgezogen, ihre Anonymität zu waren - hatte die Polizei nicht gerechnet und zog sich
vorerst zurück. Seit diesen Tagen gewann die Lesben- und Schwulenbewegung an Bedeutung, sprang der Funke der
"gayliberation" von New York aus über auf die ganze USA, auf Südamerika, Europa und Australien.
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