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Auf dieser Seite findet ihr in lockerer, chronologischer Reihenfolge Pressemitteilungen, die uns immer wieder zur
Veröffentlichung erreichen.
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Pressemitteilung zum Welt-AIDS-Tag 2011 "Positiv zusammen leben - aber sicher"
Bremen, 28. Oktober 2011
Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben e. V., Aids-Beratung
Die Gemeinschaftsaktion zum Welt-AIDS-Tag 2011 in Deutschland steht unter dem Motto "Positiv zusammen leben - aber sicher". Das
Motto verdeutlicht, dass jeder und jede Einzelne Verantwortung trägt und etwas tun kann, damit wir alle - HIV-Positive,
HIV-Negative und Ungetestete - positiv zusammen leben können. Die Aktion wird durchgeführt von der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.
Hierbei werden die Initiatoren von über 13.000 Botschaftern unterstützt, die auf der Homepage www.welt-aids-tag.de
ihre Meinung äußern. Sie setzen sich für Respekt, Toleranz und Unterstützung und gegen Unwissenheit sowie Gleichgültigkeit bei
HIV/AIDS ein. Die Aids-Beratung des Rat & Tat Zentrum beteiligt sich an dieser Aktion. Bernd Thiede, Mitarbeiter der Aids-Beratung
im Rat & Tat Zentrums sagt: "Es ist gut zu sehen wie viele Menschen sich aktiv für ein solidarisches Zusammenleben einsetzen. Wir
brauchen mehr Vorbilder von Menschen mit HIV, die über ihr Leben öffentlich reden und sich zeigen. Diese Kampagne ist wichtig für
ein gemeinschaftliches Miteinander aller Menschen."
Es gibt in Deutschland in den letzten Jahren circa 3.000 HIV-Neudiagnosen pro Jahr. Menschen mit HIV haben heute bei rechtzeitiger
Diagnose und Behandlung eine sehr hohe Lebenserwartung. Eine Heilung von HIV ist noch nicht möglich. Auf der Welt engagieren
sich viele Menschen gegen AIDS und für einen positiven Umgang mit Betroffenen. Alle sind eingeladen, sich an dieser Aktion zu
beteiligen.
In Deutschland leben rund 70.000 Menschen mit HIV/AIDS. Davon leben ca. 1.200 HIV-Positive und AIDS-Kranke in Bremen. Im
letzten Jahr wurden 20 Menschen in Bremen neu mit HIV diagnostiziert.
Auch in diesem Jahr gibt es Aktionen und Veranstaltungen rund um den Welt-AIDS-Tag in Bremen.
Freiwillige Helfer, die sich noch über die Veranstaltungen und die Sammel- und AIDS-Teddy-Aktion rund um den Welt-AIDS-Tag
informieren wollen, können sich am 03. November 2011 um 18.00 Uhr im Rat & Tat Zentrum einfinden. Bernd Thiede, Mitarbeiter
der Beratungsstelle, gibt hierzu Informationen.
Am 6. November 2011 findet der Bremen Vier Cinemarkt im Modernes, Neustadtswall 28, von 13 - 17 Uhr statt. Die Bremer
Kinos haben für diese Benefizaktion ihre Lager geräumt und die wahren Schätze wie Filmplakate, Fotos, lebensgroße
Papp-Aufsteller, Banner und Merchandising-Artikel zur Verfügung gestellt. Sie werden versteigert gegen eine Spende.
Die Einnahme kommt der Aids-Beratung des Rat & Tat Zentrums zugute.
Die Cinedance-Party von Stand up e. V. am 12. November 2011, ab 23.00 Uhr im Magazinkeller im Schlachthof Bremen unterstützt
ebenfalls die Arbeit der Aids-Beratung des Rat & Tat Zentrums.
Traditionell sind in Bremen am Samstag vor dem Welt-AIDS-Tag (26.11) und am Welt-AIDS-Tag selber (1.12.) freiwillige
Helferinnen und Helfer auf den Märkten in der Neustadt, der Innenstadt und Findorff unterwegs, um zu informieren und
Spenden für die notwendige AIDS-Arbeit des Rat & Tat Zentrums zu sammeln.
Am Welt-AIDS-Tag (1.12.) findet darüber hinaus um 19.00 Uhr der Ökumenische Gottesdienst in der Friedensgemeinde in der
Humboldtstraße statt. Dieser Gottesdienst wird gestaltet von der Vorbereitungsgruppe bestehend aus MitarbeiterInnen der
Friedensgemeinde, der katholischen und evangelischen Kirche Bremens, des Gesundheitsamtes Bremen (AIDS/STD-Beratung),
des Rat & Tat Zentrums (Aids-Beratung), der Gruppe Homosexuelle und Kirche (HuK), der Frauengruppe der AIDS/STD Beratung im
Gesundheitsamt und dem lesbisch-schwulen Chor "Da capo al dente". Der inhaltliche Schwerpunkt des Gottesdienstes ist:
"Positiv zusammenleben - aber sicher".
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Senatsempfang anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 1. August 2011, im Rathaus
Bremen, 27. Juli 2011
Rat & Tat Zentrums für Schwule und Lesben e. V.
Am 1. August 2011 findet ein Empfang im Bremer Rathaus anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Lebenspartnerschaftsgesetzes
statt. Der Staatsrat bei der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Horst Frehe, lädt hierzu ein.
Der Senat und das Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben erinnern gemeinsam an das Jubiläum und an die Entwicklung,
die dazu geführt hat. Neben Horst Frehe sprechen Werner Steinmeyer, Leiter der Elterngruppe des Zentrums,
Reiner Neumann für den Vorstand des Zentrums und Christa Piater als Lebenspartnerin.
Der Weg bis zur Umsetzung des Lebenspartnerschaftsgesetzes in Deutschland war lang. Schon in den 80er Jahren forderten
die Grünen die Ehe für Lesben und Schwule.
Der Schwulenverband in Deutschland initiierte die bundesweite Aktion Standesamt am 19. August 1992. Über 250 Paare in
50 Städten in Deutschland bestellten das Aufgebot auf den Standesämtern zum Zwecke der Eheschließung. Auch in Bremen
waren fünf Paare zum Standesamt gekommen. Der Leiter des Standesamts nahm die Bestellung des Aufgebotes zur
Eheschließung an und überreichte auch gleich die Ablehnung. Diese Aktion löste in Bremen und anderen Städten
ein großes Medienecho aus. Forderungen zur rechtlichen Gleichstellung für Lesben und Schwule wurden deutlich.
In Bremen gab es im Jahr 2000 die Aktion "Bremen sagt ja" zum Gesetzentwurf der Eingetragenen Lebenspartnerschaft für
Schwule und Lesben. Ein Bündnis von verschieden Organisationen, Gruppen und Initiativen unter der Federführung des Rat
& Tat Zentrums beteiligte sich daran. 2880 Unterschriften wurden dem damaligen Bürgermeister Hennig Scherf überreicht.
Erst 2001 hat die rot-grüne Bundesregierung gegen heftigen Widerstand der CDU-regierten Landesregierungen im Bundesrat
und unter Aufteilung des ursprünglichen Gesetzentwurfes das Lebenspartnerschaftsgesetz im Bundestag durchgesetzt.
Seitdem wurde eine Angleichung der Rechtsvorschriften für gleichgeschlechtliche Paare über Gerichtsverfahren und
Änderungen der Bundes- und Landesgesetze erreicht. Reiner Neumann, Vorstand des Rat & Tat Zentrums, fordert jetzt
eine Änderung im Einkommenssteuerrecht und beim gemeinschaftlichen Adoptionsrecht, damit endlich die volle
Gleichstellung mit Eheleuten umgesetzt wird.
515 Paare sind bis Mitte 2011 im Land Bremen eine Lebenspartnerschaft eingegangen.
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„Homophobie tötet!“
Bremen, 18. Juni 2011
CSD Nordwest Lesben- und Schwulen Tag e. V.
CSD Nordwest in Oldenburg - Der Christopher Street Day gehört zu Oldenburg wie der Kramermarkt
und Grünkohl. Seit 17 Jahren ist die jährliche Demonstration durch die Oldenburger Innenstadt
nicht mehr wegzudenken. Dieser Tag steht für die unglaubliche Toleranz unserer Stadt gegenüber
Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle.
Oldenburg hat es 2010 bei einer Untersuchung 111 kreisfreier Städte in den Themenfeldern Talente,
Toleranz und Technologie auf den 22. Platz geschafft. Damit hat Oldenburg als beste Stadt
Niedersachsens abgeschlossen. In der Kategorie Toleranz landete Oldenburg aufgrund seiner
Offenheit und Akzeptanz gegenüber Homosexuellen sogar in der Top 20.
In Oldenburg liefern sich die Demonstranten auch keine tagelangen Straßenkämpfe mit der Polizei,
wie 1969 in New York auf der Christopher Street. Der CSD Nordwest in Oldenburg ist laut,
bunt und freundlich. Doch was dem Kölner der Karneval ist nicht dem Oldenburger der CSD!
Politische und gesellschaftliche Forderungen stehen an diesem Tag klar im Vordergrund. Diskriminierung
und Anfeindungen aufgrund von sexueller Identität ist immer noch alltäglich: Im Beruf, im
Fernsehen, beim Standesamt, in der Familie, in Oldenburg und Bremen und vor allem im ländlicheren
Umland.
Die ganze Pressemitteilung als PDF-Datei.
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17. Mai 2011 - Internationaler Tag gegen Homophobie
Bremen, 13. Mai 2011
Rat & Tat Zentrums für Schwule und Lesben e. V.
Seit 2005 finden in vielen Ländern der Welt am 17. Mai Aktionen statt, um auf die nach wie vor weit verbreitete
Homosexuellenfeindlichkeit hinzuweisen und die Durchsetzung der Menschenrechte auch für Lesben und Schwule einzufordern.
Auf dem Bremer Marktplatz soll aus diesem Anlass um 17.00 Uhr ein "Same Sex Hand Holding" stattfinden, d.h. gleichgeschlechtliche
Paare zeigen durch Händchenhalten, wie normal und selbstverständlich ihre Liebe ist. Bei einem Regenbogen-Flash in Hannover werden
zeitgleich mit vielen anderen Städten zahllose Luftballons aufsteigen und die Forderungen nach gleichen Rechten verbreiten. Das
Datum erinnert an den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus der Liste der Krankheiten
strich. Wie der Zufall es wollte, spielte die Zahlenfolge 17.5. in Deutschland eine unrühmliche Rolle bei der Diskriminierung
Homosexueller, erinnert sie doch an den erst 1994 endgültig abgeschafften Paragraphen 175 StGB, der homosexuelle Handlungen
zwischen Männern unter Strafe stellte. Umgangssprachlich spottete mancher, "der hat doch auch am 17.5. Geburtstag", um jemanden
als schwul zu diskreditieren.
Das RAT & TAT-Zentrum für Schwule und Lesben unterstützt die Aktionen, die zu mehr Toleranz und Akzeptanz in der Bevölkerung
beitragen können. Auch in Bremen erleben Lesben und Schwule beinahe täglich Anfeindungen, wie aktuelle Umfragen bestätigen.
Das Wort "schwul" ist eins der am häufigsten benutzten Schimpfwörter unter Jugendlichen. Auf der Ebene der Gesetzgebung ist in
Bremen schon viel erreicht worden, aber wir fordern alle demokratischen Parteien auf, nach der Bürgerschaftswahl zügig an die im
Wahlkampf zugesagte Erarbeitung eines Aktionsplans Homophobie zu gehen und die Ergebnisse konsequent und zeitnah umzusetzen. Ein
besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf die Aufklärungsarbeit in Schulen und Jugendeinrichtungen gelegt werden.
Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender müssen im täglichen Leben sichtbar sein, denn gerade junge Menschen im Coming Out
brauchen Vorbilder für die persönliche Rollenfindung. Schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen, dass sich jede/r in dieser Stadt
angstfrei zu seiner / ihrer sexuellen Identität bekennen kann.
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25jähriges Bestehen der Beratungsstelle des Rat & Tat Zentrums für Schwule und Lesben e. V. in Bremen
Bremen, 12. April 2011
Rat & Tat Zentrums für Schwule und Lesben e. V.
Die Beratungsstelle des Rat & Tat Zentrums besteht in diesem Monat 25 Jahre. Vor dem Aufbau mit professionellen Mitarbeitern berieten
schon die ehrenamtlichen Berater des Zentrums zu den Themenbereichen Homosexualität, schwules Leben und der neuen Krankheit Aids. In den
Medien wurde von einer „Schwulenkrankheit“ berichtet, und es bestand die Gefahr, dass die vorhandene Diskriminierung von schwulen
Männern dadurch verstärkt werden würde. Die Krankheit Aids forderte neue Wege und eine Professionalisierung der Arbeit. Im April 1986
wurden die neuen Mitarbeiter über ABM-Mittel finanziert. 1988 wurden die Stellen und Sachmittel durch die Bundesregierung
(Modellprojekt zu Aids) und seit 1992 aus den Bremer Haushaltsmitteln gefördert.
Die Mitarbeiter hatten zu Beginn Pionierarbeit zu leisten: Informationen über Aids waren zwar vorhanden, aber die Berichte in den
Medien verunsicherten nicht nur die Allgemeinheit und die Hauptbetroffenengruppen, sondern auch das medizinische Fachpersonal und
andere professionelle Gruppen. Hilfen für Menschen mit HIV und Aids waren im medizinischen, pflegerischen und psychosozialen
Bereich nur unter Mühen und mit großem, persönlichen Arbeitsaufwand zu erbringen.
Vielfältige Angebote und anonyme Beratung als Schlüssel zum Erfolg
In den 25 Jahren der regionalen Aids-Arbeit ist es Bremen gelungen, statt seuchenrechtliche Maßnahmen zu ergreifen, auf Solidarität
und Akzeptanz der Lebenssituation von Betroffenen sowie anonyme und vertrauliche Beratungen zu setzen. Hierdurch wurden Beratung,
Begleitung und Prävention angenommen. Die intensive Kooperation zwischen Gesundheitsamt und der Gay Community haben sich bewährt.
Das Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben hat 1994 eine lesbische Mitarbeiterin angestellt. Seitdem suchen verstärkt lesbische
Frauen die Beratungsstelle auf. Im Mittelpunkt dieser Beratungen stehen weniger die Themen HIV und Aids als Fragen zu der Gestaltung
von lesbischen Beziehungen. Gleichzeitig bildeten sich verschiedene Selbsthilfe- und Arbeitsgruppen zu lesbischem Leben.
Das Zentrum ist im Bremer Raum die kompetente und verlässliche Adresse für alle Fragen im Bereich der Gleichgeschlechtlichen
Lebensweisen sowie zu HIV und Aids. Im Laufe der Jahre haben wir unsere Angebote kontinuierlich den veränderten Bedingungen
angepasst. Die Beratungsstelle im Rat & Tat Zentrum ist fest eingebunden in das Netz der psychosozialen Beratungsstellen in Bremen.
Veränderungen der Arbeit im HIV-Bereich
Das umfassende medizinische Wissen um HIV und die verbesserten medizinischen Behandlungsmethoden für Menschen mit HIV seit Mitte der
90er Jahre hat die Immunschwäche zu einer behandelbaren chronischen Krankheit gemacht. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht
nicht mehr der Tod, sondern der Blick auf das Leben und die Gestaltung des Alltags. Fragen nach der Erwerbsarbeit und sinnvoller
Beschäftigung stellen sich. Gleichzeitig zeigen sich die Folgen der langen Zeit der Infektion und die Nebenwirkungen der
antiretroviralen Medikamente. Mehr medizinisches Wissen und Behandlungen führen bei vielen zu Überforderungen bei Entscheidungen
für eine Therapie und Behandlung. Die Fragen nach Partnerschaft, Liebe und Sexualität bleiben in ihrer Dynamik erhalten.
Die Kürzungen bei den Sozialleistungen treffen die vielen jungen Aids-Kranken hart. Das Leben mit Grundsicherung oder Hartz
IV ist für viele vorprogrammiert.
In der Präventionsarbeit ist flexibles und kreatives Handeln notwendig. Ein Heilmittel ist immer noch nicht in Sicht. Safer Sex
ist auch 2011 eine notwendige Maßnahme. Sexuell übertragbare Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Diese müssen
ebenfalls thematisiert werden.
Wir haben auf die neuen Kontaktmöglichkeiten für schwule Männer oder Männer, die Sex mit Männern haben, im Internet reagiert.
In Zusammenarbeit mit den bundesweiten Zentren bieten wir eine Chatberatung in den Kontaktportalen der Gay Community an.
Unser Präventionsangebot haben wir daraufhin erweitert. Gleichzeitig unterstützen wir die IWWIT-Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe
und nehmen an den IWWIT-Testwochen teil.
Schulaufklärungsveranstaltungen zu den Themen HIV/Aids und zu Gleichgeschlechtlichen Lebensweisen sind weiterhin ein wichtiger
Baustein der Prävention. Hier haben sich verschiedene Kooperationen mit Quartier e. V. , queerfilm e. V., Pro familia,
AIDS/STD-Beratung des Gesundheitsamtes entwickelt und bewährt.
Veränderungen der Arbeit durch verbesserte gesellschaftliche Rahmenbedingungen für Gleichgeschlechtliche Lebensweisen
Die Lebenssituation von schwulen Männern Anfang der 80er Jahre in Deutschland war geprägt durch die Existenz des § 175
Strafgesetzbuch, nach dem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter 18 Jahren und Männern über 18 Jahren unter Strafe gestellt
wurden. Vorurteile und Diskriminierungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie Medien, Medizin, Militär, Kirche und Schule
waren allgegenwärtig.
Deutliche Veränderungen gab es erst Anfang der 90er Jahre, als beispielsweise der § 175 aus dem Strafgesetzbuch und die
Klassifikation Homosexualität durch die World Health Organization (WHO) aus dem Katalog der Krankheitsdiagnosen gestrichen
wurden. Weitere Verbesserungen für Schwule und Lesben erfolgten durch das Lebenspartnerschaftsgesetz, das Allgemeine
Gleichstellungsgesetz und den Antidiskriminierungsschutz in der Bremischen Landesverfassung. Neben den Beratungsgesprächen
zum Coming Out und zur Gestaltung gleichgeschlechtlichen Lebens waren nun auch Fragen zum Lebenspartnerschaftsgesetz
Gesprächsinhalte.
Am Anfang unserer Beratungsarbeit gab es in Bremen eine eingeschränkte Infrastruktur für Schwule, Lesben und Bisexuelle.
Heute haben wir ein vielfältiges Angebot von verschiedenen Gruppen und Vereinen, mit einem breiten Spektrum von Kultur- und
Freizeitangeboten. Auf diese Angebote verweisen wir gerne, wenn Kontakte gesucht werden und persönliche Interessen und Vorlieben
hierzu geäußert werden.
Einsparungen erfordern Kreativität und gefährden die Qualität der Arbeit
Die Mitarbeiter der Beratungsstelle im Rat & Tat Zentrum begleiten jährlich ca. 50 Menschen mit HIV/Aids sowie deren Freunde
und Angehörigen. Jährlich führen wir ca. 700 telefonische und ca. 600 persönliche Beratungsgespräche bei Fragen zu HIV/Aids
und Gleichgeschlechtlichen Lebensweisen. Aufklärungsveranstaltungen für Schulklassen und andere Gruppen sind weiterhin
notwendig. Präventionsangebote und –aktionen zur Verhinderung von Neuinfektionen sind wichtige Bereiche für eine nachhaltige
Arbeit. Aufgrund der Deckelung der Zuwendungen seit 10 Jahren sind wir gefordert, Eigenmittel in Höhe von 30.000 € selber zu
erwirtschaften. Dies ist nur mit Sponsoren, der Unterstützung der Gay Community und Spenden möglich. Vorbeugen ist besser als
für die Versorgung von Kranken zu zahlen. Die Bremer Politik hat sich für eine Förderung der Beratungsstelle im Rat & Tat
Zentrum entschieden. Wir fordern alle auf, uns bei der Fortführung der Arbeit zu unterstützen. Ganz besonders bedanken möchten
wir uns bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern, ohne die wir diese Arbeit nicht so umfangreich durchführen können.
Aus Anlass dieses Jubiläums findet ein Empfang für eingelandene Gäste in der Oberen Rathaushalle statt. Bürgermeister Jens
Böhrnsen ist der Gastgeber.
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Die Gründerin der "Elterngruppe" im Bremer Rat & Tat-Zentrum für Schwule und Lesben erhält am Mittwoch das Bundesverdienstkreuz.
Bremen, 07. März 2011
Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales
Die Bremer Senatorin für Soziales, Ingelore Rosenkötter, wird im Auftrag des Bundespräsidenten am Mittwoch (9. März 2011) das
Bundesverdienstkreuz an Ursula Schulze überreichen.
"Mit Ursula Schulze wird eine engagierte Frau geehrt, die sich aktiv für den Abbau von Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben
einsetzt. Als Gründerin der 'Elterngruppe' im Bremer Rat und Tat-Zentrum hat sie bundesweit zahlreichen Müttern und Vätern
geholfen, die Homosexualität des eigenen Kindes anzunehmen und nicht als Makel oder Erziehungsversagen zu betrachten",
erklärt die Senatorin.
Ursula Schulze rief 1989 eine Selbsthilfegruppe ins Leben. Anlass war die Konfrontation mit der Homosexualität ihres Sohnes.
Mit ihrer Initiative wurde betroffenen Eltern auf diese Weise ein ehrlicher Umgang mit der Homosexualität ihrer Töchter und
Söhne eröffnet. Eltern fanden in der Person von Ursula Schulze stets eine verlässliche Ansprechpartnerin. Im Alter von 74
Jahren übergab sie die Leitung der Gruppe an einen Nachfolger, kämpft jedoch immer noch weit über Bremens Grenzen hinaus für
den Abbau von Vorurteilen und die Enttabuisierung von Homosexualität. Dieses Engagement hat Bundespräsident Christian Wulff
jetzt gewürdigt, indem er Ursula Schulze das Verdienstkreuz am Bande zuerkannt hat.
Senatorin Ingelore Rosenkötter wird ihr die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 9. März 2011 um 11.00 Uhr im
Kaminsaal des Rathauses überreichen.
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Offizielle Pressemitteilug des GLEIS 9 bezüglich der Heaven`s Calling - Brief an die Bremer Szene
Bremen, 18. Februar 2011
GLEIS 9, Dennis Rissmann (dennis@candy-party.de)
Wie einige eventuell in der Szene mitbekommen haben, gab es einige
Differenzen zwischen den Veranstaltern der Heaven’s Calling und uns dem
GLEIS 9.
Hierzu nehmen wir nur kurz wie folgt Stellung:
Das GLEIS 9 hatte schon immer ein großes Interesse, der Bremer Szene eine
kultige Location zu bieten. Deshalb war es uns auch für die Zukunft wichtig,
dass auch weiterhin eine schwul-lesbische Partyreihe am ersten Samstag im
Monat im GLEIS 9 bestand hat.
Nach dem bekannt wurde, dass die derzeitigen Veranstalter der Heaven’s
Calling verstritten sind und kein Interesse mehr an der Veranstaltung haben,
wurde uns, dem GLEIS 9, ein hannoverscher Veranstalter angeboten, dem auch
die Marke extrem teuer verkauft werden sollte.
Dem Team rund um das GLEIS 9 war sofort klar, dass es mehrere plausible und
wichtige Gründe gab, die Veranstaltung in Bremer Händen zu lassen und fand
in dieser Situation einen neuen aufstrebenden und vor allem bremischen
Veranstalter. Dennis Rissmann will Leben in die Szene bringen und überzeugte
uns mit seinem modernen Konzept.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz klar von verschiedenen Theorien, rund
um die Veranstalter sowie dem GLEIS 9 distanzieren ohne näher darauf
einzugehen.
Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle nur kurz wundern, dass die Heaven's
Calling vergleichsweise geringe Gelder an das Rat und Tat Zentrum übergeben
hat, trotz dessen dass das GLEIS 9 der Heaven's Calling genau aus diesem
Grunde immer weiter Mietfreiheit gewährt hat.
Wir freuen uns auf mehr Szene – Partys in Bremen und auf die Zusammenarbeit
mit anderen Veranstaltern.
Das GLEIS 9 freut sich nun auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen
Veranstalter Dennis Rissmann und seiner neuen Partyreihe: FLAVOR! - Gay and
Lesbian Night im GLEIS 9 ab dem 05.03.2011.
Liebe Grüße EUER GLEIS 9 - Team
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Aids-Teddys helfen international - Erlös auf Weihnachtsmärkten für Bremen und Uganda
Bremen, 22. November 2010
AIDS-Hilfe Bremen e.V. (www.aidshilfe-bremen.de)
Anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages am 01.12.2010 bieten die
AIDS-Hilfe Bremen e.V. und das Projekt "Direkt-Uganda" gemeinsam den
aktuellen AIDS-Teddy auf diversen Weihnachtsmärkten in Bremen und Umzu an.
Der Erlös kommt beiden Einrichtungen und deren aktuellen Projekten zu Gute.
Der jährlich neu gestaltete AIDS-Teddy, inzwischen schon ein begehrtes
Sammlerstück, freut sich dieses Jahr beiden Organisationen helfen zu können.
Er ist jeweils am letzten Wochenende im November auf vier Weihnachtsmärkten
in der Region zu erwerben. Ein Stand von Uganda-Direkt findet sich auf dem
Lür-Kropp-Hof in Bremen Oberneuland, in Bassen und im Sykener Gymnasium im
Ortsteil Barrien. Der Teddy wartet aber auch im Infoladen der AIDS-Hilfe
Bremen e.V. am Sielwall 3 in Bremen.
Die AIDS-Hilfe Bremen e.V, die seit 25 Jahren Teil der Bremer
Gesundheitshilfe ist und "Direkt Uganda", deren Initiator Hartmut Frensel
aktuell eine Straßenbahn mit Werbung für sein Projekt durch Bremen fahren
lässt, wollen zukünftig bei den Themen Prävention, Aufklärung und Hilfe eng
zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit soll sich zu einem Brückenschlag
zwischen Bremen und Afrika entwickeln. In Bremen sollen die Nöte der
Afrikaner im Zusammenhang mit HIV und Aids Teil der schulischen
Präventionsarbeit werden, in Uganda konkrete Aidsaufklärung unter
Jugendlichen gefördert werden.
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Pressemitteilung zum Welt-AIDS-Tag 2010 "Positiv zusammen leben. Aber sicher."
Rahmenprogramm zum Welt-AIDS-Tag in Bremen
Bremen, 12. November 2010
Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben e.V., AIDS-Beratung (zentrum@ratundtat-bremen.de)
Die Gemeinschaftsaktion zum Welt-AIDS-Tag 2010 in Deutschland steht unter dem Motto "Positiv zusammen leben. Aber sicher".
Das Motto verdeutlicht, dass jeder und jede Einzelne Verantwortung trägt und etwas tun kann, damit wir alle - HIV-Positive,
HIV-Negative und Ungetestete - positiv zusammen leben können. Die Aktion wird durchgeführt von der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.
Hierbei werden die Initiatoren von über 12.000 Botschaftern unterstützt, die auf der Homepage www.welt-aids-tag.de
ihre Meinung äußern. Die setzen sich für Respekt, Toleranz und Unterstützung und gegen
Unwissenheit sowie Gleichgültigkeit bei HIV/AIDS ein. Bernd Thiede, Mitarbeiter der AIDS-Beratung im Rat & Tat Zentrum
sagt: "Leider haben noch immer viele HIV-Positive Angst, sich in ihrem sozialem Umfeld zu zeigen und über ihre Situation
zu sprechen. Dies führt zu einem hohen emotionalen Druck. Deshalb ist diese Kampagne besonders wichtig für ein gutes
gemeinschaftliches Zusammenleben aller Menschen."
Es gibt in Deutschland in den letzten Jahren circa 3.000 HIV-Neudiagnosen pro Jahr. Für viele Menschen mit HIV hat
sich die Situation verändert, da bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung die Lebenserwartung der Menschen mit HIV
fast normal ist. Trotz der HIV-Medikamente gibt es aber keine Heilung. Seit mehr als 20 Jahren engagieren sich überall
auf der Welt Menschen gegen AIDS und für Menschen mit HIV. Alle sind eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen.
In Deutschland leben rund 67.000 Menschen mit HIV/AIDS. Davon leben ca. 1200 HIV-Positive und AIDS-Kranke in Bremen.
Im letzten Jahr wurden 31 Menschen in Bremen neu mit HIV diagnostiziert.
Auch in diesem Jahr gibt es Aktionen und Veranstaltungen rund um den Welt-AIDS-Tag in Bremen.
Bis zum 26. November 2010 ist die Ausstellung "Sag' jetzt nichts." - Prämierte Bilder von Menschen, die von HIV und AIDS
betroffen sind -(VIII. Konrad Lutz Preis 2010) im Kapitel 8, dem ev. Informationszentrum, Domsheide 8, zu sehen.
Matthias Gerschwitz liest am 16. November 2010 um 20 Uhr im Café kweer des Rat & Tat Zentrums, Theodor-Körner-Str. 1,
aus seinem Buch "Endlich mal was POSITIVES. Offensiv & optimistisch: Mein Umgang mit HIV".
Freiwillige Helfer, die sich noch über die Sammel- und AIDS-Teddy-Aktion rund um den Welt-AIDS-Tag informieren wollen,
können sich am 18. November um 19.00 Uhr im Rat & Tat Zentrum einfinden. Bernd Thiede, Mitarbeiter der Beratungsstelle,
gibt hierzu einen Überblick.
Am Sonntag, den 21. November 2010 findet im Modernes, Neustadtswall, von 13 - 17 Uhr, der Bremen Vier Cinemarkt zugunsten
der AIDS-Beratungsstelle des Rat & Tat Zentrums statt. Der Eintritt ist frei.
Traditionell sind in Bremen am Samstag vor dem Welt-AIDS-Tag (27.11) und am Welt-AIDS-Tag selber (1.12.) freiwillige
Helferinnen und Helfer auf den Märkten in der Neustadt, der Innenstadt und Findorff unterwegs, um Spenden für die notwendige
AIDS-Arbeit des Rat & Tat Zentrums zu sammeln.
Am Welt-AIDS-Tag (1.12.) findet darüber hinaus um 19 Uhr der Ökumenische Gottesdienst in der Friedensgemeinde in der
Humboldtstraße statt. Dieser Gottesdienst wird gestaltet von der Vorbereitungsgruppe bestehend aus MitarbeiterInnen der
Friedensgemeinde, der katholischen und evangelischen Kirche Bremens, des Gesundheitsamtes Bremen (AIDS/STD-Beratung),
des Rat & Tat Zentrums (AIDS-Beratung), der Gruppe Homosexuelle und Kirche (HuK), der Frauengruppe der AIDS/STD Beratung
im Gesundheitsamt und dem Gospelchor "Joy and Spirit". Der inhaltliche Schwerpunkt des Gottesdienstes ist "Funktionierst
Du noch oder lebst Du schon?". Die Predigt hält Pastor Bernd Klingbeil-Jahr.
www.ratundtat-bremen.de.
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25 Jahre AIDS-Hilfe Bremen e.V.
Bremen, 21. Oktober 2010
Mario Carlo Stara, Aids Hilfe Bremen e.V. (stara@aidshilfe-bremen.de)
Bärbel Schäfer stellt neue Broschüre der AIDS-Hilfe Bremen vor. Als
zukünftiger Kooperationspartner ist Hartmut Frensel von Uganda-direkt
anwesend.
Am 29.10. 2010 lädt die AIDS-Hilfe Bremen e.V. um 10:00 Uhr zu einer
Pressekonferenz in ihren Räumlichkeiten am Sielwall 3 ein. Anlässlich des 25
jährigen Bestehens wird die bekannte Bremer Fernsehmoderatorin Bärbel
Schäfer die neue Broschüre der AIDS-Hilfe Bremen vorstellen.
Ihr Engagement für die Einrichtung begründet Frau Schäfer: „Gerade in Zeiten
nachlassender Präventionsbemühungen brauchen wir in Bremen eine
Organisation, die das Thema Aids lebendig im Bewusstsein hält, ohne dabei zu
moralisieren, die Informationen vermittelt und konkrete Hilfe leistet.“
Die Vorstellung der Broschüre soll darüber hinaus auch Gelegenheit geben,
eine Vorausschau der HIV und Aids-Arbeit in Bremen zu geben.
Die AIDS-Hilfe Bremen e.V. entwickelt gegenwärtig z.B. neue Strategien in
der Präventionsarbeit. So hat nach der SWB-Bildungsinitiative nun auch die
Werder Bremen Stiftung (Werder tut gut) die Unterstützung des entsprechenden
Projekt „lessons4life“ beschlossen.
Besonders freuen wir uns, dass unser neuer Kooperationspartner Hartmut
Frensel von Uganda-direkt auf der Pressekonferenz anwesend sein wird.
Torsten Schmidt, Projektentwickler der AIDS-Hilfe Bremen: Mit
´Uganda-direkt` schlagen wir eine Brücke nach Afrika. Vor allem wollen wir
aber die Zusammenarbeit nutzen für Information und Prävention.
Ein Vorabdruck der Broschüre findet sich unter
www.aidshilfe-bremen.de.
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