Unsere Mutti isst die Reste - 12.05.2001


Schwule und Lesben feiern bekanntlich gerne sich selbst, doch heute setzt die Community einer ganz bestimmten Personengruppe ein Denkmal: Unseren Muttis!

Die Blagen plärren im Hintergrund, haben Hunger, Durst, müssen mal eben oder ihnen ist ganz einfach langweilig. Mutti weiß nicht, was sie kochen soll, weil erst der Zehnte ist und die Sozialhilfe erst wieder am Ersten kommt - Während wir Schwulen und Lesben in dunklen Kellern wilde Feste feiern, rackern sich unsere Mütter ab. Und am Muttertag gibt's dann ein paar warme Worte.

Wir finden: Mütter haben mehr verdient als schöne Worte, nämlich: schöne Taten. Deshalb bekommt bei der nächsten Stand.Up-Party jede Mutti zum Empfang ein weiße Nelke. An der Sekttheke gibt es exclusiv zum Muttertag auch den Helga-Beimer-Spezialcoktail, Schokoladenspiegeleier Eierlikör und...? Klar, Muttermilch!

In der Mutti-Chill-Out-Zone können die geplagten Mütter gegen Vorlage des Mutterpasses ganz exclusiv ihre Pumps lockern und über ihre Kinder herziehen. Aber das ist ja noch nicht alles! Mütter in Begleitung ihrer schwulen Söhne oder lesbischen Töchter haben freien Eintritt. Und Stand.Up e.V. legt noch eins drauf: Fünfzig Pfennig pro Gast gehen als Spende ans Müttergenesungswerk. Getanzt und gefeiert wird üblicherweise länger und ausgelassener als Mutti es erlaubt.